Teresie Hess wird Deutsche Meisterin und löst EM-Ticket

  06.07.2026
Die Deutschen U18- und U23-Meisterschaften am 4. und 5. Juli 2026 wurden aus Sicht des Rems-Murr-Kreises zu einem echten Erfolgserlebnis. Allen voran sorgte Teresie Hess von der SG Schorndorf 1846 für einen großen Moment: Sie krönte sich zur Deutschen Meisterin im Weitsprung der U18 und sicherte sich damit gleichzeitig das Ticket zur U18-Europameisterschaft Mitte Juli im italienischen Rieti.

Der Wettkampf entwickelte sich für Hess zu einem echten Nervenspiel auf höchstem Niveau. Mit 5,75 Metern startete sie stark und setzte früh die Bestmarke im Feld. Nach einem kurzen Rückschlag auf Rang drei zeigte sie im dritten Versuch ihre ganze Klasse und katapultierte sich mit hervorragenden 6,00 Metern zurück an die Spitze. Auch im letzten Versuch bestätigte sie diese Weite eindrucksvoll – der Lohn war die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften. Da sie damit zugleich zu den besten Normerfüllerinnen zählt, ist auch das EM-Ticket in trockenen Tüchern. Nun richtet sich der Fokus auf ihren ersten internationalen Einsatz im Nationaltrikot in weniger als zwei Wochen in Rieti.

Auch die weiteren Athletinnen aus dem Rems-Murr-Kreis überzeugten in den Laufdisziplinen mit starken Auftritten und Finalplatzierungen. Über die 1500 Meter der U18 lief Emilia Grams vom VfL Waiblingen ein beherztes Rennen und belegte im Finale den elften Platz in 4:56,87 Minuten. Bereits im Vorfeld hatte sie sich souverän durch das Halbfinale gekämpft und bestätigte ihre gute Form eindrucksvoll. Ebenfalls ein starkes Rennen über die 800 Meter er U18 zeigte ihre Vereinskollegin Lea Spieß und belegte im Finale Rang sechs in 2:13,58 Minuten, nachdem auch sie sich im Halbfinale in 2:13,25 min souverän qualifiziert hatte.

Für einen weiteren Achtungserfolg sorgte Hannah Lenk vom TSV Schmiden über die 200 Meter der U18. Im AB-Finale sprintete sie in 25,73 Sekunden ins Ziel (Vorlaufzeit 25,12 Sekunden) und sammelte wertvolle Erfahrung in einem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld. Über die 100 Meter verpasste sie in 12,35 Sekunden das Halbfinale nur hauchzart.

Unterm Strich dürfen sich die Leichtathletikvereine im Rems-Murr-Kreis über eine eindrucksvolle Bilanz freuen: ein Deutscher Meistertitel, ein EM-Ticket und mehrere Finalplatzierungen unterstreichen die starke Nachwuchsarbeit in der Region.

Boris Müller