Ndubuisi stößt im letzten Versuch zu DM-Bronze

  27.07.2026
Mit einer beeindruckenden Energieleistung im letzten Versuch hat sich Nina Ndubuisi von der SG Schorndorf 1846 bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid die Bronzemedaille im Kugelstoßen gesichert. Die 22-Jährige rettete damit einen lange Zeit durchwachsenen Wettkampf und feierte zugleich ihren größten Erfolg im Aktivenbereich.

Im wechselhaften Bochumer Wetter fand Ndubuisi zunächst nur schwer in den Wettbewerb. Bereits mit 17,53 Metern im ersten Versuch qualifizierte sie sich zwar sicher für den Endkampf der besten acht Athletinnen, doch in den folgenden Durchgängen gelang ihr lediglich eine Steigerung auf 17,60 Meter. Vor dem abschließenden Versuch lag sie lediglich auf Rang fünf und hatte die Medaillenplätze scheinbar aus den Augen verloren.

Doch die Schorndorferin bewies Nervenstärke. Mit 18,32 Metern im sechsten und letzten Versuch verbesserte sie sich noch auf den Bronzerang und gewann damit ihre erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften der Aktiven. Die große Erleichterung war ihr nach dem Wettkampf deutlich anzusehen. Ob die Leistung auch für eine Nominierung zur Europameisterschaft in Birmingham reicht, gibt der Deutsche Leichtathletik-Verband am morgigen Dienstag bekannt.

Auch die weiteren Starterinnen und Starter aus dem Rems-Murr-Kreis wussten zu überzeugen. Luis Schaich von der SV Winnenden ging über 1500 m an den Start. Bei einem anfänglichem Bummelrennen verpasste der 23-Jährige im zweiten Vorlauf in 3:46,76 Minuten äußert knapp das Finale der besten 12 Läufer. Bei einem sehr engen Lauf war er noch 20 m vor dem Ziel auf einem Finalplatz und Platz 6, bis ihn ein Läufer noch überspurtete und ihm den Finalplatz wegnahm. Nachdem er erst vor einer Woche in Pfungstadt seine 1500 m Zeit deutlich auf 3:42,58 Minute verbesserte, spekulierte Luis schon darauf ins Finale zu kommen, was auch nach seiner Bestzeit möglich gewesen wäre.

Ein gutes Ergebnis gelang auch der weiblichen U20-Staffel des VfL Waiblingen über 3x800 Meter. In einem hochklassig besetzten Feld belegte das Waiblinger Trio um Emilia Grams, Lea Spieß und Lilly Sophie Streuber mit 6:58,59 Minuten den neunten Rang und platzierte sich damit unter den zehn besten Staffeln Deutschlands.

Boris Müller